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Tonkabohnen

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Tonkabohnen

Tonkabohnen – aromatisch-süßes Gewürz aus Südamerika

Die Tonkabohne ist der Samen des Tonkabaumes (Dipteryx odorata), der in Südamerika, insbesondere in Venezuela, Brasilien, Guyana und Teilen der Karibik beheimatet ist. Der Baum gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und kann bis zu 25 Meter hoch werden. Die mandelförmigen, dunkelbraunen Bohnen wachsen in harten Schoten heran, werden von Hand geerntet, fermentiert und anschließend getrocknet.

Tonkabohnen zeichnen sich durch ein außergewöhnlich intensives Aroma aus. Sie duften süß und warm mit Noten von Vanille, Bittermandel, Heublume und Rum. Dieser komplexe Duft macht sie zu einem geschätzten Gewürz in der gehobenen Patisserie und Gourmetküche.

Kulinarische Verwendung von Tonkabohnen

Tonkabohnen werden in der Küche ähnlich wie Muskatnüsse verwendet – am besten fein gerieben mit einer Muskatreibe. Bereits eine kleine Menge genügt, um Speisen ein intensives Aroma zu verleihen.

Typische Anwendungen:

  • Verfeinerung von Desserts wie Crème brûlée, Pudding, Mousse au Chocolat oder Eis
  • Aromatisierung von Sahne, Milchreis oder Fruchtkompott
  • In Biskuitteig, Keksen, Kuchen oder Pralinenfüllungen
  • Für außergewöhnliche Kombinationen mit Wildgerichten oder herzhaften Soßen
  • Als Geschmacksnote in Cocktails, Sirup oder Likören

In der gehobenen Gastronomie gilt Tonkabohne als Geheimtipp für besondere Geschmackserlebnisse, auch in Kombination mit Kaffee, Kakao oder Zimt.

Dosierung und Anwendungshinweise

Aufgrund des natürlichen Gehalts an Cumarin (ein aromatischer sekundärer Pflanzenstoff) sollte die Tonkabohne sparsam verwendet werden. Schon geringe Mengen reichen für ein intensives Geschmackserlebnis.

Die rechtlichen Vorgaben zur Verwendung von Tonkabohnen betreffen vor allem industriell hergestellte Lebensmittel. Laut der deutschen Aromenverordnung darf der Cumaringehalt in Lebensmitteln bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten (z. B. 2 mg/kg für Desserts). Bei der Zubereitung zu Hause obliegt die Verantwortung der privaten Küchenpraxis – hier gilt: Weniger ist mehr.

Verarbeitung und Qualität

Tonkabohnen werden nach der Ernte fermentiert, wodurch sie ihren charakteristischen Duft entwickeln. Beim Trocknen bildet sich auf ihrer Oberfläche oft ein kristalliner Belag – das Cumarin – welches für den typischen Duft sorgt. Hochwertige Tonkabohnen sind runzlig, hart und von dunkler Farbe mit leichtem Glanz.

Vor der Verwendung sollten die Bohnen am besten frisch gerieben werden. Ganze Tonkabohnen können auch zum Aromatisieren von Milch oder Sahne mitgekocht und danach wieder entfernt werden.

Herkunft und kulturelle Bedeutung

In Venezuela und Brasilien haben Tonkabohnen nicht nur kulinarische, sondern auch kulturelle Bedeutung. Früher wurden sie als Glücksbringer getragen oder als Handelsgut in Parfümerie und Medizin verwendet. Der Duft von Tonkabohne findet sich bis heute in Parfums, Seifen oder Duftkerzen.

Sensorik und Aromenprofil

Der Duft der Tonkabohne ist warm, süßlich und verführerisch – mit feinen Noten von Vanille, Mandel, Karamell und Heu. Sie verleiht Speisen ein besonders elegantes, lang anhaltendes Aroma.

Lagerung

Ganze Tonkabohnen sollten trocken, dunkel und luftdicht aufbewahrt werden – idealerweise in einem Schraubglas oder Aromabehälter. So bleiben sie über viele Monate aromatisch und einsatzbereit.

Hinweis

Tonkabohnen sind als Gewürz zur geschmacklichen Verfeinerung geeignet. Dieses Produkt ist nicht zur Verwendung als Heilpflanze bestimmt. Es enthält keine Zusatzstoffe und keine gesundheitsbezogenen Angaben.

Allergenkennzeichnung

Keine kennzeichnungspflichtigen Allergene enthalten.

Händlerkontakt: info(at)orlandosidee.de