
Malabar Pfeffer – Schwarzer Pfeffer aus Indien
Herkunft des Malabar Pfeffers
Malabar Pfeffer stammt von der Malabarküste im Südwesten Indiens – einer der ältesten und traditionsreichsten Pfefferregionen der Welt. Dort wächst der Pfefferstrauch Piper nigrum in tropischem Klima auf fruchtbaren Böden. Die Region gilt als Ursprungsgebiet des Pfefferhandels mit Europa. Bereits im Altertum wurde Malabar Pfeffer über Handelsrouten nach Ägypten und Rom exportiert.
Botanische Einordnung und Anbau
Malabar Pfeffer gehört zur Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae). Die Pflanzen sind mehrjährige Klettergewächse, die sich an Bäumen oder Rankhilfen emporwinden. In Indien werden sie meist an lebenden Bäumen oder Holzpfählen kultiviert. Die ersten Früchte trägt die Pflanze ab dem dritten Jahr. Eine Pflanze kann bis zu 30 Jahre lang Pfeffer produzieren.
Der schwarze Malabar Pfeffer wird geerntet, wenn die Beeren noch grün und unreif sind. Nach der Ernte werden sie sonnengetrocknet, wobei sich die äußere Schale schwarz verfärbt und runzelig wird. Während der Trocknung entwickeln sich die typischen ätherischen Öle, die dem Pfeffer sein charakteristisches Aroma verleihen.
Geschmack und Aroma
Malabar Pfeffer zeichnet sich durch ein ausgewogenes Aroma aus: Er ist kräftig, würzig und besitzt eine feine Schärfe mit leicht erdigen und holzigen Noten. Im Vergleich zu Tellicherry Pfeffer ist Malabar Pfeffer etwas kleiner, dafür intensiver im Geschmack und universell einsetzbar. Seine angenehme Schärfe macht ihn zu einem idealen Begleiter in der Alltagsküche ebenso wie in der gehobenen Gastronomie.
Verwendung in der Küche
Malabar Pfeffer ist ein echtes Multitalent und eignet sich hervorragend zum Würzen einer Vielzahl von Gerichten. Er passt zu:
- Fleischgerichten wie Rind, Schwein, Lamm und Wild
- Geflügel wie Hähnchen oder Ente
- Fisch und Meeresfrüchten
- Gemüse wie Paprika, Kürbis, Kartoffeln und Auberginen
- Saucen, Suppen und Fonds
- Eierspeisen wie Omeletts oder Rührei
Frisch gemahlen entfaltet der Malabar Pfeffer sein volles Aroma. Daher empfiehlt es sich, ganze Pfefferkörner zu kaufen und diese kurz vor dem Servieren in einer Pfeffermühle oder einem Mörser zu mahlen.
Malabar Pfeffer vs. Tellicherry Pfeffer
Beide Pfeffersorten stammen aus Indien, unterscheiden sich jedoch leicht:
- Malabar Pfeffer wird früher geerntet und ist kleiner, mit prägnanterer Schärfe.
- Tellicherry Pfeffer wird später geerntet („späte Auslese“), ist größer, aromatischer und fruchtiger.
Für den Alltag oder zur Grundwürze empfiehlt sich Malabar Pfeffer – er ist intensiv, zuverlässig und harmoniert mit vielen Gerichten.
Tradition und Geschichte
Der Malabar Pfeffer war über Jahrhunderte eines der begehrtesten Handelsgüter weltweit. Arabische Händler brachten ihn über die Seidenstraße und Seewege bis nach Europa. Im Mittelalter wurde Pfeffer in Gold aufgewogen und galt als Symbol von Wohlstand. Noch heute gilt Malabar Pfeffer als Klassiker unter den Pfeffersorten und wird in zahlreichen europäischen Küchen geschätzt.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Pfeffer sollte stets trocken, luftdicht und lichtgeschützt gelagert werden – idealerweise in einem gut verschlossenen Glas- oder Keramikbehälter. So bleiben Aroma und ätherische Öle lange erhalten. Die Haltbarkeit beträgt bei richtiger Lagerung mindestens 12 Monate, oft deutlich länger.
Malabar Pfeffer für Wiederverkäufer & Gastronomie
Unser hochwertiger Malabar Pfeffer ist auch in Großpackungen für Feinkosthändler, Catering-Betriebe, Hotellerie und Apotheken erhältlich. Details zu Verpackungseinheiten und Staffelpreisen finden Sie in unserem Bereich Großpackungen für die Gastronomie.
Fazit
Malabar Pfeffer ist ein echter Klassiker unter den schwarzen Pfeffersorten: kräftig, klar, intensiv. Dank seines authentischen Geschmacks und seiner Vielseitigkeit ist er sowohl für die tägliche Küche als auch für anspruchsvolle Gerichte bestens geeignet. Wer hochwertigen schwarzen Pfeffer sucht, liegt mit Malabar Pfeffer goldrichtig.
ALLERGENE: Kann Spuren von SENF und SELLERIE enthalten.
Wiederverkäufer: info@orlandosidee.de