
Borretsch geschnitten – Frisches Gurkenkraut für die feine Küche
Borretsch (Botanisch: Borago officinalis), auch als Gurkenkraut bekannt, ist eine aromatische Pflanze aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Die einjährige Pflanze stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und hat sich heute in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Sie wächst bevorzugt auf lockeren, nährstoffreichen Böden und wird sowohl frisch als auch getrocknet in der Küche verwendet.
Typisch für Borretsch ist sein frisches, leicht säuerliches Aroma, das an Gurke erinnert. In der Küche geschätzt wird nicht nur der Geschmack, sondern auch die leuchtend grünen Blätter und die essbaren, blauvioletten Blüten. In getrockneter Form ist Borretsch eine vielseitige Zutat für Salate, Kräuterquark, Soßen und Gemüsegerichte.
Herkunft und Anbau
Borretsch wird seit dem Mittelalter kultiviert und war früher in vielen Klostergärten Europas zu finden. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 Zentimetern, ist behaart und trägt sternförmige Blüten. Heute wird Borretsch vor allem in Deutschland, Frankreich, Spanien und Osteuropa angebaut. Die Blätter werden kurz vor der Blütezeit geerntet und anschließend schonend getrocknet.
Aussehen und botanische Merkmale
Die lanzettlichen Blätter des Borretsch sind mit feinen, rauen Härchen besetzt und verströmen beim Zerreiben einen deutlichen Gurkenduft. Die Blüten – meist in kräftigem Blau, manchmal rosa oder weiß – sind ebenfalls essbar und gelten in der Küche als dekoratives Highlight. Die ganze Pflanze enthält ätherische Öle, die für das frische, leicht kühle Aroma verantwortlich sind.
Kulinarische Verwendung von Borretsch
Das Aroma von Borretsch erinnert deutlich an Gurke, mit einer frischen und leicht herben Note. In der Küche wird Borretsch bevorzugt für die Zubereitung folgender Speisen verwendet:
- Frühlings- und Sommersalate
- Kräuterquark und Frischkäsedips
- Salatdressings und Joghurtsoßen
- Gemüsesuppen wie Erbsen- oder Spinatsuppe
- Warme Gemüsepfannen mit Mangold, Spinat oder Zucchini
Getrockneter Borretsch kann in vielen Rezepten wie frischer Borretsch eingesetzt werden. Wichtig ist, ihn erst gegen Ende der Garzeit hinzuzufügen, damit sein Aroma erhalten bleibt.
Rezeptidee: Kräuterquark mit Borretsch
Für einen frischen Kräuterquark werden 250 g Quark mit einem Esslöffel getrocknetem Borretsch, etwas Salz, Pfeffer und einem Schuss Zitronensaft verrührt. Der Quark passt hervorragend zu Ofenkartoffeln, Fladenbrot oder als Dip zu Gemüse.
Borretsch als Bestandteil traditioneller Kräutermischungen
In der hessischen Küche ist Borretsch eine der klassischen Zutaten der „Frankfurter Grünen Soße“. Diese Kräuterkomposition besteht traditionell aus sieben verschiedenen Kräutern und wird mit Joghurt oder Schmand serviert. Auch in mediterranen Kräutermischungen kann Borretsch seinen Platz finden, besonders in Kombination mit:
Geschmack und Würzkraft
Borretsch besitzt ein eher feines Aroma. Die Würzkraft ist daher mild bis mittelstark. Besonders empfehlenswert ist er für kalte Speisen, da sich sein Gurkengeschmack dort am besten entfaltet. Beim Würzen sollte sparsam dosiert werden: Ein halber Teelöffel getrockneter Borretsch reicht meist für eine Portion Salatsoße oder Kräuterdip aus.
Verarbeitung und Lagerung
Nach der Ernte wird Borretsch schonend luftgetrocknet und anschließend geschnitten. Durch die Trocknung verliert er zwar etwas an Farbe, behält jedoch sein typisches Aroma. Getrockneter Borretsch sollte luftdicht, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. So bleibt er über viele Monate hinweg aromatisch.
Borretschblüten – dekorativ und essbar
Auch die Blüten des Borretsch sind essbar. Frisch geerntet, werden sie gerne als Dekoration auf kalten Platten, in Sommersalaten oder in Eiswürfeln für Getränke verwendet. Getrocknete Blüten sind farblich weniger intensiv, können aber ebenso als dekorative Zutat in Teemischungen oder Gewürzsalzen eingesetzt werden.
Borretsch in der Kulturgeschichte
In historischen Kräuterbüchern wurde Borretsch als „frohsinnfördernd“ beschrieben. Heute liegt der Fokus auf seiner kulinarischen Nutzung. Besonders in naturnahen Küchen und in der Wildkräuter-Küche hat sich Borretsch einen festen Platz erobert. Sein feines Aroma, das an Gurken erinnert, wird in der modernen Kräuterküche geschätzt.
Fazit – Borretsch als feines Küchengewürz
Borretsch geschnitten ist ein vielseitig einsetzbares Küchenkraut mit mildem Gurkenaroma. Er eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Salaten, Dips, Kräutersoßen und Gemüsegerichten. Dank seines frischen Geschmacks bringt er Leichtigkeit in Frühlings- und Sommergerichte. Wer gerne mit Wildkräutern experimentiert oder seinen Gerichten eine besondere Note verleihen möchte, sollte Borretsch unbedingt ausprobieren.
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